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Arabella in der Deutschen Oper Berlin

Mittwoch, 15. März 2006

Es gilt die STVO

Dem sehr gelungenen Richard Strauß Zyklus, den die Deutsche Oper zu Anfang des vergangenen Jahres mit den Werken Salome, Rosenkavalier, Frau ohne Schatten und Daphne sowie mit einem Syphoniekonzert eher beiläufig aus dem Repertoire gezaubert hatte, folgte nun die Neuinszenierung der Arabella. Die bislang vorherrschende Erkenntnis, daß man aus einem Auto heraus, auch wenn dessen Scheiben geöffnet sind, nicht singen kann, ward eindrucksvoll bestätigt. Desgleichen der Umstand, daß auf der Bühne – teils in krassesten Widerspruch zu Aussage und Inhalt des Werkes – umherfahrende Autos verschiedener Fabrikate, eine Bühnenautomesse sozusagen, nicht nur atmosphärisch bedenklich sind, sondern diese ganz einfach zerstören. Wenn Arabella einen Walzer , einen letzten Walzer zu tanzen ankündigt und bei eben dieser wunderbaren Musik in ein Auto steigt und davonfährt, dann hat das Maß der Beliebigkeit alles Erträgliche weit hinter sich gelassen. Für die Kostüme gilt nichts anderes, teils schien es deren Aufgabe, die ganze Erbärmlichkeit des menschlichen Körpers bloßzustellen. Insofern immerhin und nur auf dieser Basis war stimmig, was das Auge sah. Doch schien es, als nähmen Ohren und Augen nicht an derselben Aufführung teil. Denn was musikalisch geboten wurde, aufs Feinste erarbeitet, war stimmig, war präzise, von hervorragender Qualität. Unter der musikalischen Leitung von Ulf Schirmer gelang es dem Orchester, eine strauß’sche Klangwelt von hoher Kultur und Dichte zu entwickeln, in der die Sänger – besonders beeindruckend Michaela Kaune als Arabella und Fionnuala McCarthy als Zdenka mit sehr feinem Spiel – sich entfalten konnten.Eine Leistung, die um so mehr zu bewundern ist, als zu ihrer Entwicklung die Überwindung der kontraproduktiven Rahmenbedingungen Voraussetzung gewesen ist. G.E. Deutsche Oper Berlin

www.deutscheoperberlin.de

Deutsche Oper Berlin

Freitag, 14. Januar 2005

Stauss Festival im schönen „Bornemann Haus“

In der Deutschen Oper Berlin gibt es eine Serie von wiederaufgenommenen Strauss Opern. Christian Thielemann dirigiert die Opern „Salome“ – „Der Rosenkavalier“- „Frau ohne Schatten“ und „Daphne“.Das 3.Symphoniekonzert mit der Solistin Deborah Voigt dirigiert Thieleman am 30.1.2005. Salome 6.,9.,16.,19.,22. Januar Daphne 2.,6. Februar Der Rosenkavalier 12., 15., 18. Januar Die Frau ohne Schatten 23., 26. Januar und 5. Februar.

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