Archivbase | August 2005

Und am Ende die Pietà

Sonntag, 28. August 2005

Die beeindruckenden Passionsspiele in Thiersee/Tirol

Am Anfang war das Bild: Aufregend gemalt, viel versprechend, rot und ins Auge fallend lag, was man heute „Flyer“ nennt, in Kufstein nahe bei Speck und Obstler. Groß also die Erwartung beim Betreten des Festspielhauses im wunderschönen Thierseetal. Ganz locker der Auftakt, alle Mitwirkenden in Alltagskleidern auf der Bühne, sehr jung bis sehr alt und immerhin etwa 250 Personen. So ganz mählich, unauffällig, unaufdringlich entwickelte sich in dieser, aus dieser Gruppe das Spiel, vom einzelnen ersten theatralischen Auftritt dynamisch sich steigernd bis zum wirklich vollen Einsatz aller unter der beeindruckenden Regie Diethmar Strassers von der Wiener Volksoper – ein Glücksfall fürwahr.Im Bühnenbild von Hansjörg Stock entstanden Bilder, die sich tief einprägen und im Auge, in den Sinnen bleiben als bildhaftes Erlebnis von außerordentlicher Intensität. So zum Beispiel das Abendmahl von Leonardo da Vinci und das zutiefst ergreifende, unendlich stille, unendlich traurige Schlußbild der Pietà von Michelangelo. Nicht zuvergessen die eindrucksvollen Bilder der Auftritte Satans, blitzartig schwarz vor flammenden Rot und so außerordentlich satanisch, an Mephistopheles in Gründgens Faust erinnernd. Andrea Költringers „Kostümbetreuung“(was genau mag das sein?), phantasievoll farbig und vielfältig, wirkungsstark ganz besonders bei den sehr gelungenen Massenszenen. Wenn Christus immer wieder zusammenbrechend das Kreuz diagonal über die Bühne schleift, tiefstes Leiden vermittelnd, dann hat das Spiel eine Intensität erreicht, in der man zu atmen versäumt. Die Kreuzabnahme gar, fast elegant, atemberaubend. Und wenn ein Apostel in der Pause in seiner nahen Konditorei die Sacher-Torte schneidet, an den Füßen noch die Sandalen des Apostel-Kostüms, dann begreift man staunend ein Stück des Doppellebens, das fast alle Bewohner dieses Ortes alle 6 Jahre führen, zur Passions-Spielzeit vom Mai bis in den Oktober dieses Jahres. Eine Leistung, für die man alle Mitwirkenden – den ganzen Ort mithin – nicht genug bewundern kann. >>> Noch bis zum 9. Oktober jeden Samstag und Sonntag; Tel. 0043.5376-5220, Telefax -2002419 G.E.

Kulturabend: Toleranz hält jung!

Freitag, 26. August 2005

Dritter Kulturabend am 27. 8. 05 in Charlottenburg / Thema: Deutschland

Die spannende Reihe „Toleranz hält jung“ geht in die Dritte Runde weiter. Das Projekt in den Räumen von proSapiens Ästhetik in der Wielandstraße 36 in 10629 Berlin-Charlottenburg ermöglicht jungen Berliner Künstlern, ihre Werke einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. „Mit diesem Projekt wollen wir jedes Jahr einen weiteren Kulturkreis erschließen“, erklärt Dr. Hale Kapkin, die aus der Türkei stammende Initiatorin des Projekts, ihre Idee.

Nach den ersten beiden, sehr erfolgreichen Abenden zu den Themen „Türkei“ und „Italien“, wird es diesmal einen deutschen Kulturabend geben. Dies trifft sich gut mit den Feiern zum 300-jährigen Bestehen des Bezirks Charlottenburg. „Charlottenburg war und ist ein multikultureller Bezirk. Allein in der Wielandstrasse gibt es unter den Gewerbetreibenden zehn verschiedene Nationalitäten. Diese Kulturen stehen im Kontakt mit der deutschen Kultur. Die Berührungspunkte möchten wir dieses Jahr ergründen“, so Dr. Kapkin.

Wie jedes Jahr wird es auch diesmal eine große Tombola mit Preisen wie einem Hotel- und Menügutschein für Bad Saarow, Restaurantgutscheine und Kosmetik-Behandlungen geben. Der Erlös kommt der Unicef Kinderhilfe zugute.

Gäste sind herzlich willkommen, mit allen Sinnen zu genießen. Sie können sich auf viele Eindrücke und Überraschungen freuen: kulinarische, musikalische sowie kulturelle. Denn auch das Essen ist thematisch abgestimmt. Es gibt Currywurst und Burger – direkt vom Imbißstand auf dem Gelände des 1. FC Schöneberg.

„Toleranz hält jung“ findet am 27. August 2005 ab 20 Uhr in der Wielandstraße 36 in 10629 Berlin-Charlottenburg statt.

Junge Künstler und Kreative wie die Modemacherin „Ruth tut gut“, Schauspieler wie Elisabeth Degen und Musiker wie Julia Grinjuk oder Christof Schröter werden in Räumen der proSapiens Ästhetik GmbH ihre Werke vorstellen, musizieren, singen. Für ein abgestimmtes kulinarisches Programm ist gesorgt!

Eintritt: Frei

proSapiens

Neuerscheinung – Auf die ARBEIT kommt es an!

Freitag, 26. August 2005

Vergleich der Grundsatzprogramme von SPD und CDU anhand des Themas Arbeit / von David Eckel

Rückentext:
Deutschland als Armenhaus Europas – dieses Szenario haben viele Deutsche im Kopf. Wer kann in einer solchen Situation helfen? Die Politik verspricht den Menschen, alle ihre Probleme zu lösen. Und genau dann, wenn die Menschen dies auch einfordern, versagen die meisten Parteien. Grund genug, in der vorliegenden Arbeit einmal genauer auf die Grundsatzprogramme der beiden großen deutschen Volksparteien CDU und SPD einzugehen. Doch wer erwartet, Anhaltspunkte für den Umgang mit der EU-Osterweiterung, den Gewerkschaften oder der Jugendarbeitslosigkeit zu finden, der irrt. Immerhin finden sich Marxistisch-Leninistische Elemente im Grundsatzprogramm der SPD. Welche Effekte dies auf die aktuelle Politik hat? Dies und mehr ist Inhalt der vorliegenden Arbeit.

Aus dem Vorwort:
Indem David Eckel Grundsatz- und Parteiprogramme von CDU und SPD einer gründlichen, also schonungslosen Analyse unterwirft, leistet er einen wichtigen Beitrag zur politikwissenschaftlichen Analyse als Grundlage einer informationsgeleiteten parteipolitischen Orientierung, einem wichtigen Faktor demokratischer Willensbildung. Dr. habil. Hartmut Salzwedel, Berlin 2005. Privatdozent an der TU Berlin und der Universität Potsdam.

Zum Autor:
David Eckel studierte Diplom-Politikwissenschaften an der Universität Potsdam.

Zum Bestellen:
Poli-c-books – Fachverlag für Politische Kommunikation in Kooperation mit dem Joly-Weinberg-Verlag. Paperback, 130 Seiten. Preis: 24,80 €. ISBN: 3-938456-04-3.

Direktkauf: Joly-Weinberg-Verlag, Tel. 030/831 30 25, JolyWeinberg@aol.com

Die Liebe siegt über alles

Samstag, 6. August 2005

Leonardo da Vinci – eine Austellung der Superlative

Das Art Center Berlin zeigt eine umfassende , formal unglaublich klare Präsentation der Erfindungen des Leonardo da Vinci.Seine Erfindungen, Meilensteine der technischen Kunst. Im Art Forum sind sie auf wundersame Weise neu entstanden;zum Anfassen, Staunen und Nachdenken. Filme, Vorträge un Führungen machen diese erste Ausstellung im Art Forum zu einem „MUST“. Art Center Berlin, Friedrichstrasse 134 täglich 11:00-21:00 Tel. 030/27879027.

Eintritt: 9 € Erwachsene, Kind